Trotz Beschäftigungshoch auch 2022 noch über 11.000 offene Stellen - Dominanz von Basisqualifikationen ohne Dienstkunde und nachhaltige Perspektive
Die in einer Pressemitteilung des BDSW vom 21.07.2022 veröffentlichten Zahlen könnten zu dem Schluss führen, der Sicherheitswirtschaft ginge es hinsichtlich der aktuellen Personallage gut. Das wäre zu einseitig betrachtet. Einerseits fehlen nach wie vor Mitarbeiter und andererseits sind die Einstiegsqualifizierungen unzureichend. Die überwiegende Mehrzahl aller Sicherheitsmitarbeiter verfügt nur über die Gewerberechtszugänge nach § 34a GewO, die Unterrichtung von 40 Stunden und die IHK-Sachkundeprüfung ohne nachzuweisende Vorbereitung und ohne Prüfungsteil für Dienstkunde. Die Entwicklung bei diesen Zugangsqualifizierungen stagniert seit vielen Jahren. In der letzten Zeit vor allem, weil bereits in der vergangenen Legislaturperiode ein erstes Sicherheitsdienstleistungsgesetz angekündigt war, in dem man sich eine wesentlich anspruchsvollere Zugangsqualifizierung erhofft hatte. Dieses Gesetzt liegt noch nicht einmal im Entwurf vor. Vorher war der dafür verantwortliche DIHK weder bereit, eine Mindestvorbereitungszeit für die IHK-Sachkundeprüfung festzulegen – der europäische Dachverband CoESS hatte 200 Stunden empfohlen – ⇒ ⇒ ⇒



